Welpenkauf

Welpen kauft man nur beim Züchter! Warum ? Und auf was MUSS man achten?

Welpen müssen bereits beim Züchter alle 14 Tage entwurmt worden sein !

Die Mutter immer 1-2 Tage danach, (weitere Vierbeiner, auch die Katze gehören dazu !) da sie ja ihre Welpen, sowie das "Kinderzimmer" sauber hält und somit immer wieder die "nur betäubten Eier, Larven
und Würmer aufnimmt.

Diese muss aber auch die Mutter ausscheiden, damit die Kleinen diese nicht auch wieder durch die Milch aufnehmen und das ganze ein ewiger, riesengroßer Kreislauf bleibt bei welchem die Welpen oft genug den kürzeren ziehen...

Welpenkauf

Bitte immer einen Kaufvertrag machen, welcher aber auch "Hand und Fuß" hat!

Man bedenke:

Kriterien (bereits jetzt vorhandene Zuchtausschließende Mängel), welche bereits den Kauf dieses Welpen unterlassen sollten, wenn man mit ihm auf Ausstellungen möchte, oder sogar mit einem späteren Zuchtvorhaben im „Hinterstübchen“ (was doch recht oft vorkommt) spekuliert. Wie der Welpe sich weiter entwickelt, wenn Sie ihn vom Züchter abgeholt haben, liegt nicht mehr in dessen Hand, sondern jetzt weitgehend in „Ihrer“.

Lassen Sie sich eine Kopie der Wurfabnahmeunterlagen zeigen. Falls nicht vorhanden, bitten Sie um die Telefonnummer des Zuchtwartes, er/ sie sagt Ihnen, ob Fehler vorhanden sind.

Eigentlich richten sich alle Rassehunde- Vereine/Verbände nach dem von Internationalen Experten festgelegten F C I (Brüssel) - Rasse - Standart.

Für die Züchter wird vom jeweiligen Verein/Verband daraus eine Zuchtordnung erstellt.

Das Einhalten dieser Zuchtordnung überwachen die jeweiligen Zuchtwarte.

Bei Wurfabnahme mit ca. 8 Wochen werden evtl. Fehler beim jeweiligen Welpen in den Wurfmeldeschein eingetragen, da diese vererbt werden können, wie z.B.:

  • Fehlende Schneidezähne, oben wie unten (je 6)
  • Gebissstellungsfehler sind möglich
  • Fehlfarben
  • Nabelbruch
  • Taubheit
  • Knickruten
  • Glasauge, welches allerdings z.B. beim Husky sogar zum Standart gehört (einseitig)
  • Des weiteren Taubheit und sogar bereits teilweise Erblindung.
  • Bei einigen Rassen leider verstärkt. Beim Rüden Hodenfehler (z.B. Einhoder)
Diese Zuchtausschließenden Merkmale werden dann bereits in den Ahnen-Pass eingetragen. Solche Welpen liegen den Züchtern noch mehr am Herzen, als ohnehin und er freut sich, wenn er sie in eine liebevolle Familie etwas günstiger abgeben kann.

Beim Rüden beachte man sorgsam, während des Zahnwechsels die Hoden! Sollte dann noch ein so genannter Wander hoden“ vorhanden sein, muss man danach trachten, beide Hoden immer wieder ganz vorsichtig, ohne Druck in den Hodensack zu streichen, bis sich die Öffnung im Hodensack endlich über beiden geschlossen hat und beide Hoden da drinnen in evtl. ca. 2 Jahren zur Weiterzucht verwendet werden dürfen.

Ihr Züchter/ Zuchtwart wird es Ihnen gerne noch einmal zeigen!

Bei evtl. doppelt stehenden „Reißzähnen“ (kommt öfters vor), sollte der Tierarzt den noch vorhandenen „Milchzahn“ ziehen, um dadurch ermöglichte Zahnstellungsfehler zu vermeiden. Bei der Überprüfung zur Zuchttauglichkeit im Alter ab 15- (bis 45 cm WR) bzw. 18- Monaten (ab 45 cm WR) werden die jeweiligen, dann bestehenden Fehler, wie z.B. auch die evtl. nicht vollzahnigen „Backenzähne“, oder auch bei den so genannten „fehlenden P 1`ern“ endgültig festgehalten und führen dann leider zum Zuchtverbot.

Dazu kommen dann auch (in Vollnarkose geröngt) HD- /ED- /Patella- /OCD-, sowie die entsprechenden Augen- / Ohren- Untersuchungen, den Rundum-Check und und... auch je nach Rasse.
Nicht zur Zucht taugliche Rüden und Hündinnen gibt es trotz sorgfältiger Auswahl und auch Auslese seiner Zuchttiere von seitens des Züchters, leider immer wieder mal.

Nichts desto trotz, sind es genau so allerliebste und treue Hausgefährten, wie die anderen Geschwister.

Ursula Hoffmann

Welpen zu dünn

Hund zu dünn – wieso nicht: zu dick ?

Immer wieder bekomme ich zu hören, dass Welpen-/ Hundebesitzer darauf angesprochen werden, dass ihre Welpen/ Hunde viel zu dünn seien, wenn sie sich durch mich haben fast überzeugen lassen, dass nicht nur die Welpen knapp gefüttert werden sollen, sondern auch weiterhin die Junghunde hin bis zum alten Hund! – Leider werden die Hundebesitzer oft genug total verunsichert, weil sie zu viele dicke Hunde sehen und sich immer wieder die alte Leier vom zu dünnen Hund anhören müssen!

Daher bin ich immer wieder froh, wenn berichtet wird, dass der Tierarzt die Besitzer gelobt hat, da dieser endlich mal wieder „einen schlanken Hund“ vor sich hat, welcher sich sicherlich über gesündere Gelenke freuen darf, als seine dickeren Artgenossen. Früher hieß es immer, dass man Welpen, was die Körperfülle betraf, rollen darf. Inzwischen ist längst erkannt: genau das Gegenteil ist der Fall !

Die meisten Züchter haben mittlerweile eine Gesundheitszucht und halten sich daran. Dies geben sie auch eindringlich an ihre Welpenkäufer weiter und achten darauf, dass es eingehalten wird.

Bei uns Menschen ist allgemein bekannt, dass zuviel Gewicht ungesund ist, das heißt auf die Gelenke und den Kreislauf geht. Jeder Arzt versucht seine Patienten zu motivieren, möglichst nicht über das Normalgewicht drüber weg zu kommen. Das beginnt beim Säugling und hört auch beim erwachsenen Menschen nicht auf.

Denn es ist ja nun mal so:

Im Säuglings- bzw. Welpenalter müssen sich die Knochen und Gelenke erst entwickeln und gesund heran wachsen, dabei ist jedes Gramm zu viel auf der Waage „GIFT“. Daher muss bei Mensch und Tier von Anfang an ein gesundes mittel maß bei Ernährung und Bewegung vorhanden sein.

Muskeln und Sehnen müssen sich durch wohldosierte Bewegung ausbilden, damit sie den Gelenken Halt geben können. Der Mensch durchläuft alle Entwicklungsphasen wesentlich langsamer als ein Tier. Daher ist die Gefahr einen Welpen bewegungsmäßig viel zu schnell zu überfordern sehr groß. Kommt dann auch noch zu schnell zu viel Gewicht dazu, ist es bei Mensch wie Tier vorprogrammiert, dass sich die Gelenke nicht entsprechend ausreifen können. Und schon hat der Hund z.B. „ HD “ und die Tierarztkosten steigen unnötig an. Beim Menschen heißt es dann irgendwann: Hüftschaden.

Die einzelnen Entwicklungsstufen, z.B. beim Hund, rasen im Gegensatz dazu:
Er wird blind und taub geboren und kann nur kriechen. Nach 10 – 14 Tagen öffnen sich Augen und Ohren, jetzt beginnt er auch die Hinterläufe aufzustellen. Mit drei Wochen kommen die ersten Zähne durch und er wird mobiler.
Höhen- und Längenwachstum kommen enorm. Die Proportionen verbessern sich, sprich es entwickelt sich ein Hund.

Mit ca. 8 Monaten fängt das „Flegelalter“ an, es beginnt sich dann auch die Masse zu entwickeln:

der Brustkorb geht in die Breite, dann folgen Körper und Gliedmaßen. Jetzt verdeutlicht sich auch für „Otto Normalbürger“ z.B. am Kopf der Unterschied zwischen Rüde und Hündin. Und so geht es fleißig weiter, denn Großrassen brauchen bis zu 3 Jahren (und auch mehr), um sich voll zu entwickeln.

Hat man seinen Hund bisher schön schlank gehalten, statt Leckerli öfter mal `ne Wurzel, auch Obst, ihn nicht überbeansprucht und ihn richtig ernährt und gepflegt, kann man ihn dann mit 18 Monaten röntgen lassen und ist vielleicht dann stolze/ r Besitzer/ in eines u.a. HD-/ ED- freien Hundes. Merke: „ HD „ kann im Erbgut angelegt sein, durch falsche Haltung und Fütterung, schon bei den Elterntieren, Großeltern usw. (ca. je 1/3 Vererbung, 1/3 Aufzucht, 1/3 Haltung) herbeigeführt! Ist der Hund ausgewachsen, bringt er dann auch die Masse, die Größe bekommt er ja mit in die Wiege (beides je nach Rasse natürlich) gelegt. Natürlich ist auch die Fellart, kurz oder lang usw., mit an der Masse beteiligt.

Ich sage immer:

Hand durchs Fell auf die Rippen und sie sind sofort fühlbar, ist alles OK! Muss man schon suchen, heißt es: DRINGEND ABNEHMEN!